Aktuelles

 

Eine Webpage für Elmar

"Elmar war kein „Altmarxist“: Dieser Begriff konnte nur einem offenbar besonders ahnungslosem FAZ-Schreiber in den Kopf kommen, der in seiner neoliberalen Verblendung jegliche Beschäftigung mit Marx und mit dem Marxismus schon als solche für „alt“ im Sinne von überholt und erledigt hält. Elmar wusste zwar durchaus auch traditionelle Marxisten wie Eugen Vargas oder Ernest Mandel zu würdigen – den ersteren hat er neu herausgegeben, für die Berufung des letzteren nach Westberlin hat er gegen das von Innenminister Hans-Dietrich Genscher verhängte Einreiseverbot mit gestritten. Aber er war eben auch einer der Wortführer der sorgfältigen Neulektüre von Marx, welche diesen seit den 1960er Jahren – nicht nur in Westberlin und in Westdeutschland, sondern weltweit – aus seiner Vereinnahmung als Parteiideologe durch die (sich immer tiefer spaltende und historisch marginalisierende) „kommunistische Weltbewegung“ befreit und Marx dadurch als radikalen, kritischen Theoretiker wieder virulent gemacht hat. Im Gegensatz zu den Verstrickungen auch noch Ernest Mandels in eine Historisierung der Marxschen Theorie, durch die diese gleichsam ins 19. Jahrhundert eingesperrt und für die gegenwärtigen Formen der Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweise im sog. „Spätkapitalismus“ letztlich nicht mehr relevant betrachtet wurde, gehörte Elmar zu denjenigen, welche Marxens unvollendet gebliebene Kritik der politischen Ökonomie auch theoretisch für die Gegenwart ernst nahmen – und sie daher daraufhin abklopften, wie sie weiterzuführen und zu erweitern ist." (Frieder Otto Wolf in: der Freitag vom 07.05.2018)

Am 1. Mai 2018 verstarb unser langjähriges Mitglied und Förderer Elmar Altvater. Zur Erinnerung an Elmar und sein Wirken verweisen wir auf die Website www.elmaraltvater.net.

 

Gute Arbeit - Das Jahrbuch 2019

"Nicht nur im Privaten ist ein ein Geburtstag, ein runder zumal, ein geeigneter Anlass, ein kurze Bilanz zu ziehen. Vor zehn Jahren startete das Projekt eines Jahrbuchs, das unter dem Label Gute Arbeit stand. Aber es ging stes um mehr. Das Jahrbuch war Element eines arbeitspolitischen Projekts, das von ver.di wie von der IG Metall gestartet wurde und seit dem vorangetrieben wird."

In diesem Rahmen der Veröffentlichtlichung dokumentieren wir hieraus mit freundlicher Genehmigung des Bund-Verlages einen Beitrag von Hans-Jürgen Urban mit dem Titel "Gute Arbeit und Demokratie - Zwei Seiten einer arbeitspolitischen Medaille"